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Ich freue mich, dass DU den Weg hierher gefunden hast. Dabei wünsche ich Dir beim Lesen meiner Artikel und mit meinen Bildern viel Spaß.

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Wuppertaler Schwebebahn-Lauf 2017

Apito Fiasko. Samba Band mit tollen Kostümen, heizte beim Wuppertaler Schwebebahn-Lauf mit heißen Rythmen richtig auf
Am 02.07.2017 fand in diesem Jahr der 5. Wuppertaler Schwebebahn-Lauf statt. Insgesamt gingen über siebentausendsechshundert (7600) Läufer an den Start. Den ganzen Tag über hielt Petrus das Wetter im Zaun. Die meiste Zeit war es bedeckt, zwischendurch nieselte es ein wenig. Kurz vor dem Start gabe es einen halbstündigen Regenschauer, der sich aber pünktlich zum Start gegen 15:30 Uhr wieder verzog. Trotz des eher mäßigen Wetters kamen einige Tausend Besucher um die Läufer anzufeuern. Teilnehmer des Schwebebahn-Laufs können sich über diesen Link Fotos anschauen: Wuppertaler Schwebebahn-Lauf

Wer sich entdeckt, kann sein Foto, im Format 20 x 30 cm, unter Angabe der Bildnummer für 6,00 € in erstklassiger Fachlabor-Qualität, auf FUJIFILM Crystal Archive DPII Spezialpapier belichtet, bestellen. Die Lieferung ist dabei im Preis inbegriffen. Wer nur einen Ausschnitt möchte, teilt mir dies in einer E-Mail mit.

Zur Auswahl steht Dein Fotos auf FUJIFILM Glanz Fotopapier (250 g/m²) belichtet. Dabei bringt die glänzende Oberfläche des FujifilmCrystal Archive DP II Professional Papers (250 g/m²) vor allem kontrastreiche Schwarz-Weiß Aufnahmen besonders gut zur Geltung und glänzt mit einer unglaublichen Tiefenwirkung.

Oder Du wählst die FUJIFILM Matt Oberfläche für Deine Fotos (234 g/m²). Die fein strukturierte, matte Oberfläche des Fuji Crystal Archive DP II Fotopapiers (234 g/m²) sorgt für eine überaus natürliche und edle Optik.

Hier kannst Du angeben, ob Du Dein Foto auf mattem oder glänzendem Papier möchtest. Vergiss nicht Deine Lieferadresse dazu zu schreiben.


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Dem Luchs auf der Spur – Ausflug in die Slowakei

Ein Video des WWF Deutschland

Luchse sind zurück in Deutschland und bereichern unsere Natur. Doch sie bleiben nur, wenn wir uns für ihre Rückkehr stark machen. Die WWF Jugend setzt sich dafür ein, dass die Pinselohren in unseren Wäldern dauerhaft heimisch werden

 
Hier geht es zur Webseite des WWF Deutschland

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Zuhause ist es auch schön – Heimatliebe

Christuskirche, Schwelm, Abendsonne, Tor Westfalens, Kreisstadt,
Christuskirche Schwelm, angestrahlt durch die Abendsonne

Wir bloggen
Durch Zufall bin ich bei Facebook auf den Blog Wir auf Reisen aufmerksam geworden. Hier stellte die Bloggerin Charnette diverse Fragen zum Thema Heimatliebe. Ich musste sofort an meine Fotoserie Nordrhein und Westfalens Burgen und Schlösser hier in meinem heimatlichen Umkreis denken, und dachte mir, warum nicht auch über meine Heimat schreiben. Mein Blog wird momentan mangels Traffic sowieso eher stiefmütterlich behandelt. Was natürlich wiederum an meiner Schreibfaulheit liegt.

Schwelm – die Drehscheibe der Region
Geboren bin ich in dem Städtchen Schwelm, der Kreisstadt des Ennepe-Ruhr Kreises. Einer ländlichen und grünen Stadt mit Grenzen zum Ruhrgebiet, zum Bergischen Land und zum Sauerland.

Von hier bin mit dem Auto schnell in Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen, Bochum, Oberhausen, Hagen, am Rhein und an der Ruhr, am Flughafen Düsseldorf oder Köln. Ohne Staus, wenn dies mal möglich ist, fast überall hin, in maximal einer halben Stunde. Hier ist der Knotenpunkt der Autobahnen A1, A 46 und A43. Die Bundesstraßen B 7 und B 483 kreuzen hier. Die Wuppertaler, auf Platz 17 der zwanzig größten Städte Deutschlands, sind unsere Nachbarn.

Wir haben eine nette Altstadt, wo zugegebener Maßen auch schon einmal etwas mehr los war. Dafür aber immerhin sehr viele Locations, wo das Jahr über, die ein oder anderen Livekonzerte stattfinden. Wahrzeichen unseres Städtchens ist die Christuskirche mit ihren zwei markanten Türmen, die dann auch, wie selbstverständlich, unser Stadtwappen zieren.

Bei der Frage nach den drei Highlights meiner Heimat komme ich eigentlich schon ins Trudeln. Meine Heimat ist das Ruhrgebiet, das Bergische Land und das Sauerland. Mein Herz schlägt für diese drei Regionen. Dementsprechend sind diese drei Regionen auch gleichzeitig meine Highlights.

Würde ich mich auf Schwelm beschränken, was definitiv nicht der Fall ist, würde ich sagen, schaut euch unser Schloss Martfeld an oder unsere Christuskirche. Das dritte Highlight, war unsere Brauerei mit ihrem, alle paar Wochen auftretenden, Maischeduft. Leider ist uns diese durch eine Insolvenz und den anschließenden Abriss abhandengekommen ist. Bleibt im gesamten unsere Altstadt. Besucht unser Heimatfest am ersten Wochenende im September. Oder geht bei schönem Wetter in unser beheiztes, von Bürgerhand geführtes, Freibad mitten im Wald.

Wuppertaler Schwebenbahn

Schwelm und seine Nahziele – bei Sonne, bei Regen und mit Kürtels
Auf meiner Liste an Besuchszielen, wo ich mit ausländischen Besuchern hingefahren bin, standen immer das Solinger Schloss Burg, der Müngstener Brückenpark, die Wuppertaler Schwebebahn, der Kölner Dom, die Kölner und die Düsseldorfer Uferpromenade ganz oben. Aber auch das Hagener Freilichtmuseum, eine unserer zahlreichen Talsperren, ein ausführlicher Waldspaziergang, Wandervögel zum Beispiel nehme ich mit zur Neye-Talsperre, das Gasometer in Oberhausen, der Landschaftspark in Duisburg, die Zeche Zollverein, eine Bootsfahrt auf dem Biggesee, ein Besuch bei der Blue Man Group in Oberhausen oder dem Starlight Express in Bochum standen schon auf dem Programm. Mit einem meiner Gäste habe ich einige der unzähligen Fußballstadien besucht. Also wie ihr seht, die Liste ist unendlich lang.

Wuppertal Beyenburg mit Stausee und Kloster

Wäre ich in Begleitung von Kindern hätte ich je nach Begeisterung mehre, weitere Ziele in meinem Angebot. Mal abgesehen davon, dass bei schönem Wetter immer ein Besuch in unserem Schwelmer Wald-Freibad an erster Stelle stünde, die bereits aufgeführte Schwebebahn und Schloss Burg auch für Kinder geeignet sind, gibt es da noch den Wuppertaler Zoo, den ich persönlich für einen der besten Zoos in unserer Region halte, in Kombination mit einer Schwebebahnfahrt , das Phantasialand in Brühl (bei Köln), den Movie Park in Bottrop oder das Fort Fun im Sauerland.

Aber auch mit etwas weniger Geld im Portemonnaie kann man hier in meiner Heimat Kinder begeistern. Es fallen mir gleich zwei Kletterparks ein, der eine ist in Langenberg bei Velbert, der andere bei Wetter. Kanu oder Schlauchbootfahrten auf der Wupper oder der Ruhr. Mein Gott je mehr ich darüber nachdenke desto unendlicher wird diese Liste.

Auch bei schlechtem Wetter lassen sich immer Möglichkeiten finden. Es gibt hier in der Umgebung viele Kinos, Hallenbäder, Erlebnisbäder, Spielparks, davon befindet sich einer hier direkt um die Ecke in Gevelsberg. Ein Höhlenbesuch in der Kluterthöhle Ennepetal bietet sich an. Auch um die Ecke findet man die Kletterhalle in Wuppertal, das Planetarium in Bochum, die Eissporthalle in Solingen oder die Kartbahn in Gevelsberg.

Idyllischer Wipperkotten an der Wupper
Wipperkotten an der Wupper – Hier werden mit Hilfe der Wasserkraft in Handarbeit nach alter Solinger Tradition Messer geschliffen.

Essen, Trinken und Schlafen
Leckere Steaks im kuriosen Ambiente isst man in Schwelm in der Eisenwerkschänke. Zum Italiener geht man gerne in das alte Postgebäude, dort findest Du das Restaurant Da Francesco. In der Altstadt trifft man sich im La Grappa, bei Da Pino oder bei Salvatore (Pinocchio). Ausgezeichnet durch den größten Restaurantführer Deutschlands ist der Schwelmer Westfalenhof. Wer etwas Heimatliches probieren möchte sollte sich auf Schloss Burg in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants eine Bergische Kaffeetafel gönnen.

Wenn Du über Nacht bleibst, und bei dem was man hier alles so unternehmen kann, bieten sich doch schon fast selbstverständlich mehrere Nächte an. Die verbringst Du komfortabel im Hotel Fritz am Brunnen oder im Hotel am Mühlenteich. Beide Hotels bieten zusätzlich in ihren Restaurants eine vorzügliche Küche. Direkt am Waldrand gelegen, kann ich euch als drittes Hotel das Haus Wünsche empfehlen.

Das Heimatfest, unsere Schwelmer Wälder und mein Tipp
Wer Anfang September allerdings gerade zu unserer liebsten und schönsten Veranstaltung kommt, dem Schwelmer Heimatfest, der sollte früh genug buchen. Unsere Kirmes und der Sonntagliche Heimatfestzug lösen ganze Völkerwanderungen aus.

Auch bei großen Messeveranstaltungen in Köln, Düsseldorf, Dortmund oder Essen kommt es vor, dass einige der dortigen Aussteller oder Besucher in unserem Städtchen einchecken.

Die Frage nach meinem Lieblingsplatz ist nicht sehr schwer zu beantworten, denn wenn ich in Gesellschaft von netten und lieben Menschen bin, fühle ich mich überall wohl. Bin ich allerdings alleine, gehe ich vor die Türe in den Wald, auf eine Lichtung, an einen See und lasse dort meine Seele baumeln. Dabei atme ich die frische, waldig-erdige Luft, die je nach Jahreszeit mit dem Duft nach frisch gemähtem Gras, nach Pilzen oder Tannennadeln angereichert ist, lausche den Vögeln und höre nebenbei das Brummen der Insekten.

Letztendlich erübrigt sich da schon fast die Frage welche Jahreszeit mir da am Liebsten ist. Im mag keine kriechende Kälte bei nassem Wetter, wobei, seien wir mal ehrlich, alles eine Frage der Kleidung ist. Es ist allerdings eine Tatsache, dass Glückshormone wie Serotonin und Endorphine zuhauf bei schönem Wetter produziert werden.

Bleibt zu guter Letzt noch mein Geheimtipp für meine Region(en). Für alle, die diese Region, das Land Nordrhein Westfalen immer noch mit schmutziger Luft und rauchenden Schloten in Verbindung bringen, denen sage ich, unser zentrales Städtchen Schwelm ist der absolute Geheimtipp. Von hier aus könnt ihr alles erreichen, alles unternehmen was unser Land so wundervoll macht.

Und euer Tipp?
Da mir alles am Herzen liegt aber auch nicht alles kennen kann, muss ich bei einer konkreten Aussage passen und gebe die Frage an meine Leser weiter. Was ist euer Geheimtipp für das Ruhrgebiet, das Sauerland oder das Bergische Land?

Vielleicht gibt es ja etwas, was ich noch nicht kenne. Und ich komme vorbei, verlasst euch darauf.

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Paolo Nutini

Bei einem meiner zahlreichen Ausflüge ins WorldWideWeb bin ich 2014 durch Zufall auf Paolo Nutini gestoßen. Seit dem bin ich Fan. Kurz danach war ich auf seinem Konzert am 14.11.2014 in Offenbach. Einen kleinen Mitschnitt findet ihr auf meinem YouTube Kanal. Für alle die mehr über Paolo Nutini erfahren möchten gibt es die Infos bei Wikipedia. Hier eins seiner letzten aktuellen Videos:

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Gutscheine von Saal-Digital

Photographen aufgepasst. Bei verschiedenen sozialen Medien gibt es Gutscheine für Wandbilder und Fotobücher von Saal Digital. Diese kann ich euch sehr empfehlen. Den Link zu den Gutschein-Aktionen findet ihr jetzt auch bei mir.

Mit einem ersten Gutschein über 40,00 € für ein Fotobuch, konnte Saal Digital bereits bei mir punkten. Mit einem zweiten Gutschein über 50,00 € für ein Wandbild von Saal Digital konnte ich mich von der Qualität der Foto-Wandbilder überzeugen. Diesmal habe ich mir im Vorfeld schon überlegt, ob meine Wahl auf Alu-Dibond, Alu-Dibond Butlerfinish, Acrylglas, Hartschaumplatte, den Gallery Print oder Fotoleinwand fällt. Da ich schon ein Motiv vor Augen hatte, habe ich mich für die Alu-Dibond Butlerfinish Fotoleinwand entschieden. Butlerfinish bedeutet, dass die Aluminiumplatte eine gebürstete Struktur bekommt, die anschließend geschliffen wird. Dadurch entsteht ein edler Metall-Effekt mit außergewöhnlicher Eleganz.

Weiße und helle Bildbereiche werden nicht gedruckt, dadurch entsteht ein Bild mit echter Aluminium-Optik. Damit diese Optik ihre volle Wirkung entfaltet, eignen sich Fotos mit wenig Farbanteil, oder eben schwarz-weiß Fotos. UV-Direktdruck Farben sind lasierend. Die gebürstete, metallische Oberfläche von Alu-Dibond Butlerfinish schimmert auch durch die aufgedruckten Farben und nicht nur an unbedruckten Stellen. Dadurch erhält der gesamte Druck einen metallischen Schimmer. Ausgewählt habe ich eins meiner Lieblingsportraits meiner Freundin. Der Rest war einfach. Ich habe mir die Software von der Internetseite von #saaldigital herunter geladen. Nach der Auswahl des Materials und des Formats habe ich das Bild auf meiner Festplatte ausgewählt und hochgeladen. Hier musste das Bild nur noch an das vorher ausgewählte Format angepasst werden. Dazu noch eine passende Halterung und fertig war die Bestellung. So easy kann eine Bestellung bei Saal Digital sein.
Den Link für die Bewerbung zu einem Fotobuch-Gutschein findet ihr ganz unten.

Zur Homepage von Saal Digital.

Und hier das Ergebnis:

zur Bewerbung:

Fotobuch-Gutschein

Wandbild-Gutschein

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Kenia – Low Budget für Studenten und Individualreisende

Eine Reise nach Kenia trotz geringen Budget ist für jeden möglich. Natürlich muss Du Abstriche machen, das ist ganz klar und Du musst von vorne herein wissen was Du machen willst und wohin Du willst. Wir konzentrieren uns auf die Küste Kenias. Ich kann Dir einige Möglichkeiten aufzählen die Du vielleicht umsetzen möchtest. Dein Englisch sollte einigermaßen gut sein und Du solltest verhandeln können. Gehe von maximal 500,00 € für den Flug und zirka 30,00 € bis 50,00 € pro Tag aus, inklusive Übernachtung, Essen und einigen Bus- oder Matatufahrten. An der Küste fährt man mit dem Motorradtaxi oder dem TukTuk. Bedenke bitte, für die Einreise wird ein Visum benötigt. Das Visum bekommst Du bei der kenianischen Botschaft in Berlin. Ab dem 1. April 2016 sollen alle Visaanträge per Post an der Botschaft mit einem DHL EXPRESSEASY PREPAID NATIONAL™ Umschlag zugeschickt werden. Einen selbst adressierten DHL EXPRESSEASY PREPAID NATIONAL™ Umschlag muss für den Rückversand des Passes auch beigefugt werden. Anträge per Einschreiben werden nicht mehr angenommen. Familienangehörige oder Zusammenreisende können Ihre Pässe in einem Umschlag schicken und auch nur einen Umschlag für die Rücksendung beifügen. Es ist auch möglich das Visum direkt bei der Einreise zu beantragen und zu erhalten. Am Flughafen erhälst Antragsformular, Form 22, welches Du ordnungsgemäß ausfüllen musst. Dein Reisepass muss am Tag der Einreise mindestens sechs Monate gültig sein. Ein Rückflugticket oder einen Nachweis der Weiterreise und eine Kopie Deiner Reiseunterlagen solltest Du dabei haben sowie eine Gebühr über 50 Dollar in Bar. Bitte achte darauf, dass die Dollar die Du von Deiner Bank erhältst perfekt und nicht beschädigt sind. Ich selbst habe erlebt, dass ein klitzekleiner Riss in einem nagelneuen einhundert Dollarschein von den Visabehörden und auch in der Folge von den Wechselstuben nicht akzeptiert wurde. Im Endeffekt habe ich den Schein an meine Hausbank in Deutschland zurück geben müssen.

Um eine günstigen Flug zu bekommen, empfehle ich Dir herauszubekommen, welche Fluggesellschaft an welchem Tag entweder einen Direktflug anbietet oder Du den kürzesten Aufenthalt bei einem Zwischenstopp hast. In der Regel ist es so, dass Du nur einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung hast, an den Du gebunden bist. Wenn Du das heraus gefunden hast, solltest Du auch bei den Fluggesellschaften direkt nachschauen. Es kann sein, dass Du an manchen Tagen fündig wirst oder auch nicht. Lass Dir bei der Suche nach einem Flug Zeit. Wenn es heute nicht klappt, dann morgen oder übermorgen und vielleicht auch erst in einer Woche. Du brauchst Geduld, stelle Dich nicht selber unter Zeitdruck. Fixiere Dich nicht auf einen Flughafen. Sowohl nicht in Deutschland, als auch in Kenia. Als internationale Flughäfen stehen Dir Nairobi oder Mombasa im Zielland zur Verfügung. Von welchem europäischen Flughafen Du fliegst musst Du schon selbst einschätzen. Für einen 10 Euro günstigeren Flug wirst Du sicherlich nicht von Düsseldorf nach Hamburg fahren.

Wir nehmen jetzt mal an, Du erhascht einen günstigen Flug nach Nairobi. Keine Sorge, der Kulturschock ist garantiert. Sei unbefangen aber nicht sorglos, behalte Deine sieben Sachen im Blick und los geht es. Empfindlich solltest Du nicht sein. Unter TripAdvisor.de oder Booking.com solltest Du Dir bereits ein Hotel ausgesucht und gebucht haben. Hotels zwischen 35,00 und 120,00 Dollar sind möglich. Lese Dir im Vorfeld die Bewertungen zum Beispiel bei TripAdvisor durch. Die Taxifahrt vom Flughafen Jomo Kenyatta ins Zentrum kann je nach Verkehr ein paar Stunden dauern, obwohl man bei normaler Verkehrslage die Strecke in gut fünfundvierzig Minuten schafft. Die Taxifahrt liegt zwischen zwanzig und dreißig Dollar. Hier zählt Dein Verhandlungsgeschick. Für ein paar Euro mehr und etwas weniger Stress kannst Du über Trip Advisor im Vorfeld einen Transfer buchen. Der Fahrer wartet dann mit einem Namensschild am Ausgang auf Dich. Was die Busfahrt von Nairobi nach Mombasa angeht empfehle ich Dir mit Modern Coast zu fahren. Du kannst auch hier im Vorfeld online buchen. Der Bus kostet pro Person zwischen sechzehn und zwanzig Dollar. Der Dollar liegt in der Umrechnung vom kenianischen Schilling zum amerikanischen Dollar in etwa bei 1:100. Ein amerikanischer Dollar gleich 100 kenianische Schilling.

Solltest Du Dich jetzt an dieser Stelle entscheiden ein paar Tage in Nairobi zu bleiben, sage ich Dir gleich, dass von Deiner „Low Budget“ Entscheidung nicht mehr viel übrig bleibt. In einem meiner nächsten Beiträge schreibe ich etwas über die möglichen Unternehmungen in Nairobi.

Unser Ziel ist Watamu, einem Küstendorf 120 Kilometer nördlich von Mombasa. Von Mombasa aus erreichst Du Watamu mit dem Bus oder einem Sammeltaxi, Matatu genannt. Dies ist in Kenia das wichtigste Transportmittel des öffentlichen Nahverkehrs. Was die Preise angeht ist es allerdings sehr abenteuerlich. Es gibt feste Preise, die für die Einheimischen gelten. Als blasser Europäer musst Du aber damit rechnen, den „weiße(r) Mann/Frau“ Zuschlag zu bezahlen. Das gilt auch für die Tuk Tuks. Tuk Tuks sind dreirädrige Motorikschas, die motorisierte Variante der ursprünglich aus Japan stammenden Rikschas. Diese sind an der kenianischen Küste weit verbreitet. Wenn Du aus dem Bus aussteigst, wird eine größere Menschenmenge auf Dich zuströmen und dich umringen. Alle wittern Geschäfte. Achte auf Dein Gepäck, immer, und lass Dich durch die auf Dich einredenden Menschen nicht aus der Ruhe bringen. Nach Erhalt Deines Gepäcks, vorausgesetzt es wurde unten verstaut, rate ich Dir, Dich schnell aus der „Gefahrenzone“ oder dem „Bedrängungszustand“ zu begeben. Entweder gehst Du erst einmal in das Büro der Busgesellschaft oder aber Du hast Dir einen Tuk Tuk Fahrer ausgeguckt, der Dich zu Deinem nächsten Ziel bringt. Stell Deine Tasche möglichst nicht hinten auf die Ladefläche sondern behalte sie auf deinem Schoß. Lass Dich von dem Tuk Tuk zur nächsten Busstation oder zum Matatu Sammelplatz bringen, damit Deine Weiterfahrt nach Watamu beginnen kann. Und vielleicht kann Dir der Tuk Tuk Fahrer auch einen Preis für die Weiterfahrt nennen oder er kümmert sich für Dich. Für solche Fälle solltest Du immer genügend Kleingeld in der Tasche haben. Doch denke daran, Du bist hier nicht in Europa. Trinkgelder über fünfzig Schilling sind übertrieben.

Alle die nach Kenia fahren sollten wissen, dass das Leben dort ein Überlebenskampf ist. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei knapp zwanzig Prozent. Fünfundvierzig Prozent der Menschen leben unter der Armutsgrenze. Dementsprechend wird man von den Menschen, egal wo Du auftauchst, belagert. Und zwar massiv. Ich kenne Leute, die genau aus dem Grund dort nicht mehr hinfahren. Als Weiße(r) bist Du automatisch reich. Du kannst nicht jedem helfen. Alleine dass Du da bist, ist für das Land schon wichtig, genauso wie jeder Schilling den Du dort ausgibst. Versuche, auch wenn es Dir schwer Feld, die massive Belagerung zu ignorieren und finde Deinen eigenen Weg damit umzugehen.

Weiter zu unserer Anreise. Egal ob Du mit dem Bus oder dem Matatu weiterfährst, Dein nächster Umsteigepunkt ist das Örtchen Gede. Nach circa zwei bis zweieinhalb Stunden Fahrt erreichst du Gede. Der Ort liegt ungefähr fünf Kilometer vor der Küste und sechzehn Kilometer vor Malindi. Hier gibt es eine bei Touristen sehr beliebte Ruinenstadt. Die Ruinen der Häuser aus Korallenkalk sind noch sehr gut erhalten und gelten als Musterbeispiel ostafrikanischer Architektur. Ein nettes Ausflugsziel wenn Du Dich für einige Zeit in Watamu aufhältst. Wie bereits erwähnt, auch hier wirst Du schon erwartet und nachdem Du Dir einen TukTuk Fahrer ausgesucht hast fährst Du die 5 Kilometer weiter bis Watamu. Watamu ist idyllisch gelegen und sehr malerisch. Drei wunderschöne Buchten mit weißen Sandstränden erstrecken sich über den gesamten Ort. Die Leute hier sind lockerer und nicht ganz so aufdringlich. Die Preise für die Unterkünfte haben es in sich. Da wir hier aber darauf bedacht sind möglichst wenig Geld auszugeben empfehle ich euch direkt mit dem TukTuk zum Sailors Guest House (Nähe Mawe Ressort) bringen zu lassen. Es existiert keine Internetseite. Bei Google Maps findest Du eine Telefonnummer. Eine Übernachtung bekommst Du hier ab sieben Dollar. Das Ambiente ist einfach, aber stimmig. Die Duschen sind klein, das Wasser ist kalt, wie in allen einfachen Unterkünften in Kenia. Die Matratzen waren sehr gut. Sollte es euch dort nicht gefallen, könnt ihr am euch von dort aus auf die Suche nach einem Ausweichquartier machen. Dem Guesthouse ist ein Restaurant mit Bar angeschlossen. Eine einfache afrikanische Mahlzeit liegt bei drei bis fünf Dollar, eine Flasche Bier kostet ein Dollar. Wenn ihr Fisch wollt, dann kaufst Du den am besten direkt am Strand oder im Dorf und bei Dir im Restaurant wird er dann zubereitet. Fast gegenüber, um hundert Meter leicht versetzt befindet sich der Zugang zum Strand, den man nach circa 200-300 Meter erreicht.

Sowohl für Nairobi als auch für Watamu kann ich euch Kontaktpersonen vermitteln. Der Kontakt in Watamu spricht etwas Deutsch und unternimmt auch Safaris, falls diese gewünscht werden.

Vom Sailers Guest House bis ins Dorf sind es ungefähr drei Kilometer und bis zur Lagune „Mida Creek“ eine weitere Sehenswürdigkeit der Region neun Kilometer. Wenn Du alleine unterwegs bist empfehle ich Dir für Deine Aufenthaltszeit ein Motorrad-Taxi Fahrer auszuwählen von dem Du Dir die Telefonnummer geben lässt und den Du immer anrufst, wenn Du gefahren werden möchtest. Das garantiert gleichbleibende Preise. Dies gilt auch für Pärchen, die hauptsächlich mit dem Tuk Tuk unterwegs sind. Ihr schafft euch so eine gewisse Loyalität und habt jemanden der euch unter Umständen bei anderen Dingen helfen kann.

Seit meinem letzten Aufenthalt weiß ich, dass es von Nairobi aus auch Direktbusse nach Watamu/Malindi und zurück gibt. Diese fahren auch Nachts, so das man morgens ankommt und noch den ganzen Tag vor sich hat. Einziges Manko, die Busse fahren nicht jeden Tag und man braucht etwas Zeit um die Fahrt zu planen. Bisher habe ich noch nicht recherchiert in wie weit diese Planung auch schon online ausgeführt werden kann. Sobald ich etwas dazu weiß, werde ich den Artikel ergänzen.

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Christoph Sieber – in der Zeche Carl in Altenessen

Christoph Sieber – Es gibt noch Karten für den 08.12.2016 in der Zeche CARL in Altenessen

Wer noch ein Ticket möchte sollte sich schnell entscheiden.

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WATSU-Entspannung für Körper und Geist

Kaum wird es Herbst und Winter, kommt der Winterblues. Die Lust auf Schlafen. Eine allgemeine Lustlosigkeit tagsüber. Bei mir macht sich eine innere Zerrissenheit breit, die auch damit zu tun hat, dass die Tage kürzer sind. Ich vermisse die Sonne, das Licht, draußen zu sein und mich zu bewegen. Nicht dass ich nicht wüsste, wie man es sich zuhause gemütlich machen kann, wenn der Blues da ist, dann ist er da, ob man will oder nicht.

Zeit etwas Gutes für sich und seinen Körper zu tun. Ich nutze die Zeit und koche die leckeren Gerichte, die sich so auf meiner Wunschliste das Jahr über angesammelt haben. Aber es gibt auch noch andere Dinge. Wenn der Köper zur Ruhe kommt, warum sollte dann nicht auch der Geist zur Ruhe kommen? Bei meiner Internetrecherche mit den Suchwörtern Entspannung und Ausgeglichenheit, bin ich unter anderem auch auf das Thema Tiefenentspannung im körperwarmen Wasser gestoßen. Hier wird eine aquatische Körperarbeit betrieben. Diese Methode nennt sich WATSU. Eine Kombination der beiden Worte Wasser und Shiatsu. Also warum nicht einmal eine WATSU-Session in Anspruch nehmen.

Ziel ist es, eine Entspannung durch das Gefühl der Schwerelosigkeit im 35° warmen Wasser hervorzurufen. Durch den körpereigenen Auftrieb, unterstützt mit Luftpolstern, wird der Körper dabei in einen Schwebezustand versetzt. Danach wird Dein Körper in den Armen des Therapeuten nach bestimmten Mustern, mal langsam, mal dynamisch durch das Wasser gedreht und bewegt. Gleichzeitig führt der Therapeut eine Finger-Druckmassage der Energiebahnen durch. Diese Fingerdruckmassage ist übrigens ein Element des Shiatsu.

Durch das Gefühl der Stille (Ohren unter Wasser), der Schwerelosigkeit und der tiefen Entspannung und gleichzeitiger Massage lösen sich Stress, Ängste und Blockaden auf. Die Hektik und der Alltag sind schnell vergessen. Zu der Entspannung kommt ein Gefühl der Freiheit und der Weite. Eine Geborgenheit, die momentane Leichtigkeit, das Gefühl der Geborgenheit und des Vertrauens führen zu einem tiefen Durchatmen des Körpers.

Nach einer Stunde Wassershiatsu ging es mir spürbar besser, ein Erlebnis, das ich auf jeden Fall wiederholen werde.

Für alle Leser aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis, Wuppertal und Hagen und für die, die auch gerne eine weitere Anreise in Kauf nehmen möchten, habe ich noch ein kleines Schmankerl parat. Gerade jetzt vor Weihnachten ist man doch immer auf der Suche nach einem Gutschein. Schenkt doch eine Watsu-Session.

Die Watsu-Sessions finden nur an Wochenenden im Schwimmbad des Ev. Krankenhaus Am Mops, in Hagen, statt. Für die Badmiete fallen pro Person / Tag 10,- Euro an. Der Preis für die Watsu Session liegt pro Stunde bei 30,00 €

Bitte meldet euch oder den zu Beschenkenden bis zum 24.12.2016 über das Kontaktformular der Internetseite von der Heilpraktikerin Monika Flamme an. Mit dem Stichwort „PathfindersWorld“ erhaltet ihr auf die Watsu-Session 10% Rabatt.

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Wildgänse in Nordrhein-Westfalen

Foto mit freundlicher Genehmigung von und durch die NABU-Naturschutzstation Niederrhein
Foto mit freundlicher Genehmigung von und durch die NABU-Naturschutzstation Niederrhein

Wer kennt es nicht, das Zuggeräusch der Wildgänse. Jedes Jahr, in etwa ab Ende Oktober sind sie am Himmel zu hören. Seit meiner Kindheit finde es schon immer wieder faszinierend wenn die grenzenlos reisenden Nomaden der Lüfte mit ihrem Geschnatter am Himmel zu sehen sind. Oft habe ich im Fernsehen oder im Radio von den vom NABU angebotenen Exkursionen am Niederrhein gehört. Ich persönlich finde eine geführte Tour besser. So stört man die Tiere nicht, die gerade zu Beginn in Ihrer winterliches Zwischenstation am Niederrhein noch sehr scheu sind. Außerdem verbrauchen die Gänse sehr viel Energie, wenn sie beim Futtern auf den Wiesen aufgescheucht werden.

Seit letzten Sonntag den 13. November bietet die NABU Naturschutzstation Niederrhein bis zum 19. Februar jeden Sonntag eine Busexkursion zu den arktischen Wildgänsen an. Treffpunkt ist „The Rilano Hotel Cleve City“. Parkplätze sind in unmittelbarer Nähe in ausreichender Zahl vorhanden. Wer mit dem Zug fahren möchte hat einen Fußweg von circa fünf Minuten vor sich. Ich habe mich am Sonntag nach einer Internetrecherche sehr kurzfristig und spontan entschieden dort hinzufahren. Nach einem kurzen Anruf wurde mir mitgeteilt, dass noch Plätze frei seien und ich gerne vorbeikommen könne. Allerdings ist eine Anmeldung im Vorfeld im Internet unter diesem Link oder telefonisch unter Tel. 02826 – 91876-00 zu empfehlen.

Nach einer circa achtzig minütigen Autofahrt ab dem Kreuz Wuppertal Nord war ich fast pünktlich, eine halbe Stunde vor 13:00 Uhr am Treffpunkt. Da die Tour pünktlich startet ist diese halbe Stunde ratsam um das Ticket zu kaufen, sein Fernglas einzustellen oder sein Fotoequipment vorzubereiten. Zu dem Eintrittspreis von sechzehn Euro, Kinder unter vierzehn Jahre zahlen neun Euro, bekam ich noch leihweise ein Fernglas gestellt. Allerdings ist die Anzahl der Ferngläser beschränkt und so würde ich jedem raten, sein eigenes Fernglas, falls vorhanden, mitzunehmen.

Bei jeder Tour sind zwei ehrenamtliche und kompetente Begleiter vom NABU dabei, die ihr Wissen gerne mitteilen. So erfährt man nicht nur etwas über die verschiedenen Gänsearten, sondern auch über Kleve, die umliegenden Ortschaften und die Landschaft des Niederrheins, die ja das Rast- und Nahrungsgebiet der Wildgänse ist. Über zehntausend Tiere, vor allem Saat- und Blässgänse, verbringen den Winter hier.

Die Tour startet nach der Vorstellung der begleitenden Personen und einer kleinen Einführung über die zu erwartenden Gänsearten. An diesem Sonntag sind wir wegen reger Teilnahme und zahlreichen Voranmeldungen mit zwei Bussen unterwegs. Die Tour dauert fast drei Stunden. Es gibt keine feste Route oder Ablauf, da die Gänse sich immer wieder an unterschiedlichen Stellen aufhalten können. Wir fahren durch die Düffel-Kellener Altrhein und Flußmarschen und passieren später auch die niederländische Grenze. Wir fahren über den Deich entlang der Waal. Die Waal ist der südliche und breitere der beiden großen Mündungsarme des Rheins in die Nordsee. Zusammen mit der Maas bildet sie das in den Niederlanden gelegene Rhein-Maas-Delta. Im holländischen Millungen, kurz vor der Teilung des Rheins legen wir noch einen kleinen Stopp ein und laufen hoch auf den Deich um nochmals ein paar Gänse und weitere Wasservögel zu sehen.

Fazit: Die Tour ist sehr informativ, geht nicht nur auf die unterschiedlichen Gänsearten ein, sondern beleuchtet auch die landschaftlichen Gegebenheiten. Es gibt sowohl geschichtliche als auch architektonische Informationen über Kleve als auch den ein oder anderen kulinarischen Tipp. Ich persönlich hätte mir die Möglichkeit gewünscht, einmal mehr auszusteigen und Fotos zu schießen. Es könnte insgesamt noch etwas mehr über den NABU gesagt werden. Größeren Kritikpunkte gibt es nicht. Diese kleine Safari würde ich sogar zu einem späteren Zeitpunkt ohne Weiteres noch einmal wiederholen.

Die nächste Busexkursion:

Datum: Sonntag, 20. November 2016
Uhrzeit: 13 Uhr
Wo: ab dem Rilano Hotel in Kleve
Adresse: Bensdorpstraße 3, 47533 Kleve

Veranstalter: NABU Naturschutzstation Niederrhein e.V.
Kosten: Erwachsene 16 Euro Kinder (bis 14 Jahren) 9 Euro

Mitbringen: nach Möglichkeit ein Fernglas

Die öffentlichen Busexkursionen finden in der Saison 2016/2017 vom 13. November 2016 bis 19. Februar 2017 sonntags um 13:00 Uhr statt. Wir bitten alle Teilnehmer, sich mindestens 15, besser 30 Minuten, vor Exkursionsbeginn einzufinden. Außerdem besteht für geschlossene Gruppen (z.B. Reisegruppen, Vereine, Betriebsausflüge, Schulklassen) die Möglichkeit, die Wildgänse an beliebigen Wochentagen bei einer Busexkursion zu erleben.

Die Internetseite des NABU Naturschutzstation Niederrhein

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Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von und durch die NABU-Naturschutzstation Niederrhein
Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von und durch die NABU-Naturschutzstation Niederrhein
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Eine Begegnung – Abschied von der Walz

Die Zusammenkunft
Die Zusammenkunft

An einem heißen Samstagnachmittag im August komme ich von der Arbeit und bin auf dem Weg nach Hause. Da sehe ich sie im Vorbeifahren aus dem Augenwinkel. Eine auffällig gekleidete Truppe von circa zwanzig Personen mit schwarzen Hosen, weißen Hemden und schwarzen Westen. Sie tragen schwarze Melonenhüte oder Zylinder. Wandergesellen ist mein erster Gedanke.

Ein paar Meter entfernt steht eine weitere Gruppe Personen in einem Pulk zusammen. Normalerweise habe ich immer jede Menge Dinge zu erledigen, wenn ich Samstagnachmittags nach Hause komme. Diese Dinge heißen Haushalt und Einkaufen und an Tagen, wie diesem heißen Samstag, fällt mir diese Disziplin besonders schwer. Abwechslungen sind also willkommen.

Entgegen meiner Natur trete ich auf die Bremse, drehe meinen Wagen und fahre zurück. Ich fahre nochmals meinen Wagen an den beiden Gruppen vorbei und parke ein paar Meter weiter am Straßenrand. Schnell finde ich ein Grüppchen Zuschauer und stelle mich dazu. Von einer Dame erfahre ich, dass ein Bekannter, „der Große dort, mit dem grauen Anzug, den Rastas und dem schwarzen Zylinder“, nach fünf Jahren von der Walz zurück nach Hause kommt und seinen Abschied aus der Wandergemeinschaft feiert. Hier, an diesem Ort, markiert durch ein Ortsschild, ist er genau vor fünf Jahren los gewandert. „Damals noch ein Hämpfling“ so sagt sie. In der Tat sehe ich einen bärtigen Hünen inmitten der Gruppe seiner Walzbrüder, die gerade dabei sind, sich an den Händen haltend, einen Kreis um ihn zu bilden. „Sven“ so heißt er, erfahre ich, geht reihum, nimmt jeden seiner Freunde in den Arm und flüstert ein paar Worte. Ein paar Tränen fließen auch. Die Abschiedszeremonie beginnt.

Abschied im Kreis der Tipplebrüder
Abschied im Kreis der Tipplebrüder

Zeit für mich ein paar Fotos zu schießen und zu reflektieren. Was weiß ich eigentlich über die Wandergesellen? Nun es ist nicht viel, vielleicht das, was fast jeder weiß. Die Jungs und mittlerweile auch Mädels machen eine handwerkliche Lehre und gehen nach erfolgreichem Abschluss für eine bestimmte Zeit auf Wanderschaft. In jedem Ort bekommen sie Arbeit oder Essen und wenn es keine langfristige Arbeit gibt müssen sie weiter ziehen. Nach einer Zeit der Wanderschaft, in der sie als Geselle viele unterschiedliche Praktiken gelernt haben, dürfen sie den Meister machen. Es gibt auch eine verklärte romantische Seite. Zumindest für mich. Das ist die Wanderschaft an sich, das Reisen. Eindrücke sammeln und Menschen treffen. Alleine unterwegs sein, Zeit zum Nachdenken haben, das Gelernte verarbeiten. Oder auch zu Zweit oder mit mehreren unterwegs zu sein, feiern und Spass haben, in Geselligkeit. Neues kennen lernen, Meister oder auch Gesellen, die einem Tricks und Kniffe veraten. Ein freies Leben mit einer eigenen, für sich selbst aufgestellten Disziplin. Wo gibt es das noch? frage ich mich. Ein weiterer Aspekt und vielleicht einer, den man erst im fortgeschrittenem Alter zu schätzen weiß, ist die Tradition. Hier wird eine jahrhundertalte Tradition hochgehalten. Eine die es in dieser Form nur in Deutschland gibt. Traditionen im Allgemeinen, sind für unser Selbstverständnis als Volk oder Gruppe oder als Handwerker, eine wichtige Sache. Es fördert den Zusammenhalt. Eine Gesellschaft, die wie wir, immer mehr auseinanderbricht, braucht Traditionen. In diesem Moment bin ich froh, das ich nicht weiter gefahren bin. Sozusagen ein kleiner Teil dieser Zeremonie bin.

Wie sich herausstellt, ist die Dame neben mir die Tante des Rückkehrers und ich erfahre, dass es später eine kleine Feier in einem nahegelegenem Vereinsheim gibt und ich herzlich dazu eingeladen sei. Ein Angebot, das ich gerne annehme. Mittlerweile geht es drüben, auf der anderen Straßenseite weiter.

Der Pulk löst sich langsam auf, und unser Rückkehrer geht mitsamt seinem durch Lederschnallen zusammen gehaltenem Kleiderbündel und einem grob gedrechseltem Wanderstab Richtung Ortseingangsschild. Gefolgt von seinen Wandergesellen. Auf der anderen Seite des Ortsschildes steht eine weitere Personengruppe. Neugierig frage ich meine unmittelbaren Nachbarn und ich erfahre, dass dies dort alles Familie und Freunde seien. Inzwischen bildet sich vor dem Ortseingangsschild eine Reihe mit sich gegenüber stehenden Wandergesellen, die zwischen sich ihre gedrechselten Wanderstäbe halten. Die ersten drei Paare gehen etwas in die Hocke, so das eine kleine Treppe aus Wanderstäben entsteht. Sven erklimmt unter den Zurufen aller Umherstehenden die lebende Treppe und balanciert über die verbleibenden Wanderstäbe die paar Meter bis zum Ortseingangsschild. Dort klettert der Riese hoch und setzt sich nach einigen vergeblichen Anläufen rittlings oben drauf. Natürlich wird er von allen Seiten beglückwünscht. Der junge Mann ist nicht nur zwei Meter groß, sondern hat breite Schultern und Muskeln, alles in Allem, kein Fliegengewicht, welches das Schild erklimmt hat. In Anbetracht dieser kleinen Anstrengung nimmt er sich die Minute, genießt die Aussicht und die Zurufe und schaut auf seine „Begrüßer“ und „Verabschieder“ hinab. Denn das was jetzt folgt, erfordert schon einen gewissen Mut und blindes Vertrauen.

Nacheinander reicht man ihm sein Kleiderbündel und seinen Wanderstab, die er auf der anderen Seite, der Ortsseite, hinunter wirft. Nun hangelt er sich in eine Position, bei der ich zuerst denke, er klettert jetzt hinunter. Tatsächlich ist es aber so, dass die Familienmitglieder und Freunde sich so aufstellen, als ob sie ihn auffangen wollten. Das ist doch nicht deren Ernst, schießt es mir durch den Kopf. Bei der Größe wiegt der junge Mann locker einhundertzwanzig Kilogramm. Doch es ist deren Ernst. Nachdem er sich in Position gebracht hat, lässt sich Sven rücklings aus mindestens drei Meter Höhe fallen. Gott sei Dank ist nichts passiert. Seine Familie hat in wieder aufgefangen und alle schließen ihn in die Arme. Er ist angekommen. Nach fünf Jahren Wanderschaft! Langsam löst sich die Gesellschaft auf. Familie, Freunde, Wandergesellen und unbeteiligte Zuschauer. Ich gehe langsam und nachdenklich zu meinem Auto.

Später bei der Feier, zu der ich natürlich hingefahren bin, bleibe ich der Beobachter. Zu tief und zu persönlich sind die Verbindungen zwischen der Familie und den Wandergesellen die den Abschied einer Ihrer Brüder betrauernd feiern. Man erlaubt mir Fotos zu machen, ich trinke ein Bier und esse ein wenig Gegrilltes. Zurück bleibt für mich ein Gefühl, das ich nicht in einem Wort fassen kann. Bewunderung, Trauer und Faszination sind die drei Attribute die mir am ehesten einfallen. Bewunderung über den Mut zur Reise, die Faszination der Reise und des Abenteuers, des Zusammenhalts und gleichzeitig die Trauer und den Mut der Rückkehr. Selbst heute, ein paar Monate später, rührt mich diese Begegnung.

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